Das sagen die Profis

Inhalt

Es tut gut, wenn es gut klappt

Sich ab und zu stolz zu fühlen, zu erleben, dass die eigene Leistung anerkannt wird, ist ausserordentlich wichtig für die eigene Wertschätzung, für die positive Beurteilung der eigenen Fähigkeiten und für die Motivation, weiterzumachen.

Für Ihre Tochter oder für Ihren Sohn ist es nicht anders: Wenn sie oder er etwas Gutes geleistet hat, nehmen Sie die Gelegenheit wahr, Ihre Wertschätzung zu zeigen.

Zauberworte dazu sind: «Gut gemacht!», «Ich gratuliere dir!», «Ich danke dir», «Sehr nett von dir», «Dies hat mir sehr geholfen»…, abhängig davon, welche Leistung erbracht wurde.

Auch ein Lächeln und ein freundlicher Blickkontakt können gute Gefühle auslösen.

» Ihr Kind braucht Anerkennung: Das sagen die Eltern!

Manchmal gewinnt man… manchmal lernt man

Es ist auch möglich, dass Ihr Kind z.B. viel auf eine Prüfung lernt und dann trotzdem eine schlechte Note hat. Leistung wird nicht immer mit guten Ergebnissen belohnt. Mit diesen Frustrationserlebnissen muss Ihr Kind umgehen lernen.

Dabei gilt der Spruch: «Manchmal gewinnt man… manchmal lernt man». Nimmt man ein negatives Ergebnis als Chance wahr, aus Fehlern zu lernen und sich zu verbessern, kann dies auf die Entwicklung des Jugendlichen durchaus positive Auswirkungen haben.

Ständige Frustration vermeiden

Ständige Frustration ist dennoch nicht gut und lässt sich auch nicht mit schönen Sprüchen mildern. Wenn man viel lernt und nie mit guten Noten dafür belohnt wird, ist das demotivierend.

Suchen Sie in solchen Fällen unbedingt den Kontakt mit der Lehrkraft. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Familie und/oder in der Freizeit die Gelegenheit hat, etwas zu tun, worauf es sich stolz fühlen kann.

Versuchen Sie mit Ihrem Kind herauszufinden, welche Stärke es hat und was es besonders gut kann, dies, um neue Gelegenheiten für Erfolgserlebnisse zu schaffen.

Freude gegen die Onlinesucht

Wenn Ihr Kind im Alltag Gründe findet, sich zu freuen, können Sie das Risiko einer Onlinesucht reduzieren.

Umgekehrt: Wenn der Alltag nur noch aus Verpflichtungen und aus Langeweile besteht und kaum mehr etwas Freude bereitet, dann ist der Weg in die Onlinesucht denkbar.

Denn die Anbieter von Onlineangeboten wissen genau, wie man mit Likes (=Daumen hoch), Punkten und Levels das Bedürfnis für Anerkennung der Nutzer/-innen befriedigt.

Weiter mit «Mein Kind ist der Chef!»

Patronat
Autor/-in
Isabel Willemse

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