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Jetzt erst merke ich, was ich getan habe

Eine Jugendliche schreibt: «Sie lag am Boden und ich habe sie getreten, die anderen haben das auch gemacht. Als ich sie getreten habe, habe ich mich so cool gefühlt. Später habe ich gedacht, alle sind auf sie losgegangen, keiner hat ihr geholfen. Dann hat es mir leid getan.»

Manchmal beginnt es ganz harmlos: eine Meinungsverschiedenheit, eine Hänselei, ein gegenseitiges Provozieren. Plötzlich läuft die Sache aus dem Ruder und keiner sagt stopp. Ist man in einer Gruppe, scheint es plötzlich ganz okay zu sein, jemanden zu beschimpfen oder zu schlagen, andere tun es ja auch. Vielleicht wollte niemand, dass es richtig schlimm kommt. Erst später wird man sich bewusst, dass man mit dem eigenen Verhalten anderen, aber auch sich selbst, sehr geschadet hat.

Dass körperliche aber auch psychische Gewalt für das Opfer schädliche Folgen hat, kann man gut nachvollziehen. Manchmal ist dies sofort an den äusseren Verletzungen sichtbar. Die Folgen der inneren Verletzungen können sich am veränderten Verhalten des Opfers zeigen, manchmal tauchen sie erst Wochen, Monate oder Jahre später auf.

Gewalt hat aber sehr oft auch schlimme Folgen für die Täter/-innen und für nahestehende Personen wie die Familie oder Freunde

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