Tricks der Tabakindustrie

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iPhone und andere coole Preise

Die Tabakindustrie kennt viele Tricks, um ihren Absatz zu steigern. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene möchte man damit anlocken.

Verkaufsaktionen, iPhone und coole Preise

Ein gern benutzter Trick der Tabakindustrie sind Verkaufsaktionen mit verbilligten Angeboten. Am häufigsten nutzten Jugendliche und junge Erwachsene bis 24 Jahren solche Verkaufsaktionen

Jugendliche sprechen auch auf Wettbewerbe mit besonders «coolen» Preisen an – zum Beispiel einem iPhone. Hast du auch schon an einem Wettbewerb einer Zigarettenmarke mitgemacht, weil dir die Preise so gefallen haben?

Umweltfreundlich und ungewöhnlich

Eine umweltfreundliche Zigarettenpackung macht vielen Jugendlichen einen positiven Eindruck. Oder ein ungewöhnlicher Zigarettengeschmack reizt zum Ausprobieren. 

Neben Plakatsujets oder Wettbewerben mit Preisen, die Jugendlichen besonders gefallen, machte eine Zigarettenmarke eine sogenannte «Kompost-Aktion». Die umweltgerechte Verpackung veranlasste Jugendliche, diese Marke zu probieren. Zusammen mit dem gleichzeitigen Preisabschlag entstand ein doppelter Gewinn: für einen guten Zweck sogar noch weniger bezahlen!

Eine ungewöhnliche Verpackung ist eines, etwas anderes sind ausgefallene Geschmäcker der Zigaretten – zum Beispiel nach Schokolade.

Kennst du noch weitere Tricks, wie die Tabakindustrie speziell die Jugendlichen anspricht?

Stars &Movies

Filme sprechen unsere Emotionen an. Dies geschieht auch mit Szenen, wo geraucht wird. Deshalb dürfen wir die Wirkung nicht unterschätzen, wenn die Hauptdarstellerin verführerisch eine Zigarette anzündet oder der Actionheld lässig eine im Mundwinkel raucht. Solche Bilder machen sich in unseren Köpfen breit, ohne dass es uns bewusst wird.

In den Filmen wird das positive Bild des Rauchens verstärkt. Die gesundheitsschädigende Wirkung von Rauchen wird dagegen überhaupt nicht oder nur selten dargestellt. Deswegen: Filme mit Rauchszenen sind die beste Werbung für Zigaretten. 

Light ist heavy

Die Tabakindustrie erfand die «leichte» Zigarette und verkaufte sie als weniger schädliche Zigarette, weil sie einen geringeren Nikotin- und Teergehalt enthalte. Dabei finden sich in diesen Zigaretten ebenfalls krebserzeugende Stoffe.

Heute darf die Tabakindustrie ihre Marken nicht mehr mit «light» bezeichnen. Damit doch ein «leichter» Eindruck entsteht, sind die Zigarettenpackungen in sanften und hellen Farben gehalten.

Weil die meisten Rauchenden abhängig sind, benötigen sie einen gewissen Nikotingehalt im Blut. Deshalb steigern sie bei vermeintlich «leichten» Zigaretten  einfach den Konsum oder inhalieren stärker. Somit gelangen noch mehr Schad- und Giftstoffe in den Körper.

Werbung beeinflusst und verführt

Die Tabakindustrie gibt viel Geld für Werbung aus. Dabei wird mit dem Griff zur Zigarette ein Leben gezeigt mit Abenteuer, Luxus, Spass und Freunden. Diese Bilder wirken verführerisch: Es entsteht der Eindruck, mit dem Rauchen einer Zigarette werde alles möglich.

Je länger je mehr stellt man in schweizerischen Untersuchungen jedoch fest, dass Jugendliche ein eher negatives Bild von Rauchenden haben: Nervös, aggressiv und unzufrieden treffen aus Sicht der Jugendlichen eher auf Raucher/-innen zu. 

Youtube & co.

Raffiniert benutzen Tabakfirmen im Internet soziale Netzwerke wie Facebook oder YouTube.

Wie geht das? Tabakkonzerne suchen in Facebook mit eigenen Seiten «Freunde», um sie mit Tabakprodukten vertraut zu machen. Innerhalb eines Werbenetzes erstellen Benutzerinnen und Benutzer von sich aus eigene Inhalte und machen weitere Facebook-Freunde auf dieses Werbenetz aufmerksam.

Und auf YouTube werden Tabakspots aufgeschaltet, die dann unkontrolliert weiterempfohlen werden.

Patronat
Quelle/n
Autor/-in
Brigitte Müller
Revisor/-in
Thomas Beutler

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