Gefühle und Essen

Inhalt

Nahrung für die Seele

Wir essen nicht nur, um unseren knurrenden Magen zu beruhigen, oder verweigern das Essen nicht nur, weil wir bereits satt sind, sondern auch, um unsere Gefühle „in den Griff zu bekommen“.

Das können ganz unterschiedliche Gefühle sein. Manche Menschen essen:

 

 

  • um sich abzulenken: z.B. „Ich kümmere mich später um meine Probleme; zuerst gibt es ein Stück meines Lieblingskuchens.“
  • um sich zu entspannen: z.B. „Ich fühle mich total gestresst – ich brauche unbedingt ein Stück Schoggi, um mich zu entspannen.“
  • um sich zu belohnen: z.B. „Ich habe die Gymni-Aufnahmeprüfung geschafft; zur Belohnung gönne ich mir ein Glacé.“

Umgekehrt verweigern manche Menschen das Essen:

  • um sich zu trösten und sich das Gefühl von Kontrolle zu geben: z.B. „Es geht mir zwar mies, aber ich kann zumindest auf Essen verzichten und werde nicht noch dicker. Darauf bin ich ein wenig stolz.“
  • um so um Hilfe zu rufen: z.B. „Mein/e Freund/in hat mich verlassen; wenn ich nichts mehr esse, merkt er/sie und andere, wie schlecht es mir geht.“

Oft sind uns diese Gründe aber gar nicht bewusst. Wir essen einfach oder halten Diät und glauben ganz selbstbestimmt zu handeln.

Wenn du manchmal aus Frust, Ärger, Stress oder in einer anderen Gefühlslage isst oder z.B. aus Kummer nichts isst, ist das OK. Wenn du aber immer isst, wenn du frustriert bist, oder immer hungerst, wenn du traurig bist, solltest du lernen, anders auf negative Gefühle zu reagieren als mit Essen oder Hungern. Sonst wirst du mit der Zeit eine Essstörung entwickeln, die dich dünnhäutig machen und deprimieren wird.

Patronat
Quelle/n
Bei sich und in Kontakt (Thea Rytz) ISBN 3-456-84287-2 / Bodytalk PEP / Food Today 2001-12: Lebensmittel und das Gemüt (Europäisches Informationszentrum für Lebensmittel EUFIC) / Mehr Ich, weniger Waage (Erika Toman) ISBN 978-3-7296-0780-4 / PAPPERLA PEP — Warum sich spüren?
Autor/-in
Revisor/-in
Thea Rytz

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