Aus dem Leben

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Simon – Tätowieren

Quelle: Body Talk

Simon war klein und fett, in der Schule eine Niete, schlecht im Sport. Zum Fussballspielen ist er nicht gegangen, weil da Typen waren, die ihn angemacht haben. In den Schulpausen ist er zusammengeschlagen worden.

Er hat sich fertigmachen lassen, bis er sich gesagt hat: „So Leute, die mich fertigmachen, dass ich mich Scheisse fühle, das will ich nicht“.

Simon hat alles in sich reingestopft: Beleidigungen und Schokolade. Er hat sich „zufrieden gefressen“.

Drogen, Rauchen und Kiffen, die anderen machen es, Simon probiert es auch, vielleicht ist er dann dabei. So ist er da reingeschlittert. Er hatte Drogen, und man konnte zu ihm kommen. Geil, du hast Drogen, du bist ein cooler Typ.

Simon fühlte sich immer beschissener, hockte nur noch da und zitterte. Er erkannte, dass erst die anderen ihn fertig gemacht hatten, jetzt hat er sich selbst fertig gemacht.

Und dann hat er sich gesagt: Schluss, aus. Keine Drogen mehr. Simon hat seine Freundin kennengelernt, die hat ihm geholfen, und dann ging’s bergauf.

Er hat angefangen zu zeichnen und zu tätowieren und hat gemerkt: „Jetzt bin ich da, wo ich gut bin“. Im Zeichnen kann er seine Gefühle ausleben.

Er schmückt seinen Körper mit Tatoos und findet ihn schön. Aus früheren Zeiten weiss er: Wenn du deinen Körper kaputt machst, geht’s dir auch seelisch nicht gut. Wenn’s deinem Körper gut geht, geht’s auch dir gut.

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